Du bist

März 25, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

(2011-06-16 – 19:40:09)

»Ich bin das Wild in dem Scheinwerferlicht deines Blicks
Ich hab den Glauben, doch mir fehlen die Beweise für dich«

http://www.youtube.com/watch?v=KkHUKfpqd4U

Habe mich gestern über Twitter mit einer anderen Bloggerin ausgetauscht und festgestellt, dass wir zum Teil einen ähnlichen Musikgeschmack haben. Jetzt mussten wir beide die alten Sachen von Prinz Pi raussuchen und anhören. Musik verbindet. Und besonders dieses Lied blieb ihr im Gedächtnis. Finde ich mindestens genauso schön und wollte es daher einfach mal hier vorstellen. Achtung, dass ist zwar Rapmusik, aber kein Strobo/Bushido-Kram.

Meine Schwester war heute zu Besuch. Als ich nach Hause kam, saß sie schon mit meiner Mutter am Küchentisch um bei einem Tee über die Nachbarn zu lästern. Ich verstehe gar nicht, weshalb meine Schwester sich da so involvieren lässt. Sie ist die einzige Person, die mit meiner Mutter mitlästert, obwohl sie die Nachbarn nicht mal kennt. Scheint sie irgendwie miteinander zu verbinden und das ist dann wohl gut so. Ich habe gleich meinen kleinen Neffen gepackt, oder viel mehr gerettet, und bin mit ihm in mein Zimmer gegangen. Manchmal stelle ich mir vor, wie es wäre eine eigenes Kind zu haben. Ich weiss nicht ob diese Gefühle als junge Frau schon normal sind, und eigentlich will ich jetzt auch noch gar kein Kind. Habe ja nicht mal einen passenden Vater dazu und mein Abitur will ich vorher auch noch machen. Aber wenn ich meinen Neffen so in den Armen halte, sehe wie seine kleinen Händchen meinen Zeigefinger umschließen, und wie seine Augen dabei funkeln, mich anlächeln und mir diese bedingungslose endlose Liebe entgegenstrahlen, ja dann werde ich ganz ganz weich. Dieses Gefühl ist so heftig und unbeschreiblich.

Aoko, also meine Schwester, hatte wohl schnell Sehnsucht nach ihrem Nachwuchs oder der Lästerstoff ging aus. Jedenfalls stand sie irgendwann in meinem Zimmer. “Wann hast du hier das letzte Mal Ordnung gemacht?”, das war das letzte was ich jetzt hören wollte. Seit Aoko Mutter ist, ist sie extrem pingelig geworden. Jeden kleinsten Staubkorn faucht sie an wie ein überdimensionales Erdpokemon. Ihr erster Schritt ging in Richtung Computer, wo sie sofort die Musik ausmachte. “Soll dein Neffe etwa so werden wie eines deiner Musik-Idole?”, Idole… so ein Schwachsinn. Sie führt sich schon ein bisschen auf wie meine Mutter. Wenngleich nicht noch schlimmer. Aber als dann erstmal der “Lärm” beseitig und der Neffe wieder in ihren Armen war, wurde sie sanft wie ein Lamm. “Und? Was gibts Neues, Yuki?” Zu Lästern konnte ich ihr nichts anbieten, also erzählte ich vom letzten Wochenende, meinem Helden und dem Date. Was ja, um Himmels Willen, schon MORGEN ist! Der Tag wurde dann tatsächlich noch ganz schön. Wir zogen sämtliche Klamotten aus meinem Kleiderschrank und ich lief ne kleine Modenschau vor meiner Schwester. Ein richtiges Ergebnis hatte das Ganze leider nicht, aber es machte Spass. Und der Zimmerboden war bedeckt mit Wäschebergen, die ausgerechnet sie so durcheinander wuselte.

Aoko verabschiedete sich mit folgendem Satz: “Aber Zimmer aufräumen nicht vergessen, Yuki.” o.-

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